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Unternehmensauskunft Deutschland

Der Fachkräftemangel betrifft viele Branchen

Nicht enden wollen in Deutschland die Klagen über einen anhaltenden, ja laut Prognosen sich sogar noch verschärfenden Fachkräftemangel in den Firmen und Unternehmen.
So haben Studien ergeben, dass derzeit bei den Ingenieuren mehr als 100.000 Stellen nicht besetzt sind und die Wirtschaft deshalb allein im Jahr 2011 einen Verlust von acht Milliarden Euro gemacht hat. Wenn es um den Fachkräftemangel hierzulande geht, dann werden die fehlenden Ingenieure zumeist besonders hervorgehoben, doch auch in anderen Bereichen werden kompetente Mitarbeiter gesucht.
So klagt man ebenso in der Elektrotechnik, im Maschinenbau, bei den Verkehrsdienstleistern oder in der Gesundheitswirtschaft über fehlende Leute. Doch, wie ein Blick auf die Homepage eines Jobvermittlers wie www.stepstone.de zeigt, auch Architektur- und Ingenieursbüros, das Gast- und das Ausbaugewerbe (zum Beispiel Maler oder Tischler) oder die IT-Branche sind auf der Suche nach Bewerber. Selbst in der Rechts- und Steuerberatung und in der Wirtschaftsprüfung herrscht ein Mangel an Fachkräften vor, wobei sich generell sagen lässt, dass insbesondere der Osten Deutschlands, wo nach wie vor viele Menschen abwandern, am meisten Probleme hat, freie Stellen zu besetzen.

Die Lösungsansätze für den Fachkräftemangel sind vielfältig
Da mehr als die Hälfte der Unternehmen den Fachkräftemangel für ein Entwicklungsrisiko halten und die deutsche Innovationskultur gefährdet sehen, wird inzwischen händeringend nach Lösungsansätzen gesucht. So hat die Bundesregierung im März dieses Jahres beschlossen, dass ausländische Arbeitnehmer bereits bei einem Jahresverdienst von 44.800 Euro nach Deutschland ziehen dürfen, um einen Job in einer der Branchen anzunehmen, in der es besonders viele offene Stellen gibt. Bis dahin betrug diese Schwelle über 20.000 Euro mehr. Im Handwerk - der Fachkräftemangel beschränkt sich durchaus nicht allein auf Berufe, die eine akademische Ausbildung voraussetzen - ist es insbesondere in Grenzregionen zudem weit verbreitet, dass die Betriebe ihren Nachwuchs im Nachbarland anwerben.
Doch die Akquise ausländischer Arbeitnehmer ist nur ein Ansatz, mehr Fachkräfte wird gewinnen. Darüber hinaus wird zudem versucht, mehr Frauen und ältere Mitarbeiter, die sich sogar vielleicht schon im Ruhestand befanden, für die suchenden Firmen zu gewinnen. Da sich viele Unternehmen darüber beklagen, dass die Absolventen der Hochschulen vermehrt ins Ausland gehen, weil ihnen dort bessere Arbeitsbedingungen, Aufstiegschancen und Verdienstmöglichkeiten geboten werden, denkt man auch verstärkt darüber nach, wie das Arbeitsumfeld und die Work-Life-Balance hierzulande verbessert werden können.
Programme wie das betriebliche Gesundheitsmanagement zählen dazu ebenso wie neue, flexiblere Arbeitszeitmodelle, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stärker berücksichtigen.
hinzugefügt am: 07.11.2012
Kategorie: Aus- & Weiterbildung, Beratung: Arbeitsvermittlung
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