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02.08.2021, 00:00:00

Spritkosten in Deutschland auf neuem Jahreshoch

* Verbraucherinformationsdienst Clever Tanken berechnet: Super E10 im Schnitt rund 4 Cent, Diesel rund 3 Cent pro Liter teurer als im Juni
* Super E10 am günstigsten in Leipzig, Bonn und Duisburg
* Super E10 am teuersten in Wuppertal, Hannover und Düsseldorf
* Diesel am günstigsten in Bonn, Leipzig und Berlin
* Diesel am teuersten in Frankfurt am Main, Hannover und Wuppertal

Nürnberg, 2. August 2021. "Inflationsschock!": Die Schlagzeilen Ende Juli um die höchste Inflationsrate in Deutschland seit 1993 haben Autofahrer ebenso wenig schockiert wie die Tatsache, dass die rasant gestiegenen Verbraucherpreise im vergangenen Monat vor allem durch Energiekosten getrieben wurden. Denn das bekommen sie seit Jahresbeginn bei jedem Stopp an der Tankstelle deutlich zu spüren. Die Preise erzielen hier Monat für Monat neue Jahreshöchstwerte, die im Juli erneut geknackt wurden. Laut der monatlichen Auswertung des Verbraucherinformationsdienstes Clever Tanken kostete der Liter Super E10 im Juli im bundesweiten Schnitt 1,5476 Euro, der Liter Diesel 1,3892 Euro. Das waren rund 4 Cent beziehungsweise 3 Cent mehr als im Juni, 20 Cent sowie 16 Cent mehr als im bis dato preisgünstigsten Jahresmonat Januar und 29 Cent beziehungsweise rund 30 Cent mehr als im Juli 2020. 

Steffen Bock, Gründer und Geschäftsführer von Clever Tanken: "Der tagelange Streit der Opec+ über ihre künftige Öl-Förderpolitik war ein Grund dafür, dass die Preise für Rohöl so hoch wie lange nicht gewesen sind. Zudem fahren und fliegen die Menschen nach dem coronabedingten Stillstand mehr und Unternehmen produzieren auch wieder mehr. Auch das hat sich im Juli in den Öl-Preisen an den Börsen und damit auch an den Zapfsäulen widergespiegelt."

Die für Deutschland relevante Nordseeölsorte Brent kostete im Juli bis zu über 77 US-Dollar und war damit so teuer wie seit mehr als zweieinhalb Jahren nicht mehr. Im Januar dieses Jahres hatte der Höchstpreis noch bei etwas mehr als 56 US-Dollar gelegen.

Im Portemonnaie der Autofahrer zeigte sich diese Entwicklung im Juli deutlich. Für vier Tankfüllungen à 60 Liter Super E10 zahlten Autofahrer durchschnittlich 371,42 Euro. Das waren rund 10,01 Euro mehr als im Juni und 48,07 Euro mehr als im Januar dieses Jahres sowie 70,22 Euro mehr als im Juli 2020.

Dieselfahrer zahlten für dieselbe Menge im Bundesschnitt rund 333,41 Euro - und damit etwa 6,29 Euro mehr als im Vormonat, 38,57 Euro mehr als im Januar dieses Jahres und rund 71,83 Euro mehr als im Vorjahresmonat.

Der Preisunterschied zwischen Super E10 und Diesel lag im Juli bei 0,1584 Euro pro Liter. Damit hat sich die Benzin-Diesel-Schere gegenüber Juni (0,1429 Euro) um rund 2 Cent zusammengezogen.

Der günstigste Tanktag war für beide Kraftstoffsorten der 1. Juli. 1,5280 Euro kostete an diesem Donnerstag der Liter Super E10 im bundesweiten Schnitt und 1,3750 Euro der Liter Diesel. Am teuersten hingegen war Super E10 am Samstag, den 31. Juli, mit durchschnittlich 1,5660 Euro pro Liter. Für Diesel zahlten Autofahrer am meisten am Sonntag, den 18. Juli, mit 1,4000 Euro pro Liter.

 

Städteranking: Leipzig zum vierten Mal nacheinander Spitzenreiter unter Super-E10-Tankstädten

Laut dem monatlichen Clever-Tanken-Preisvergleich der 20 größten deutschen Städte zahlten Autofahrer für Super E10 im Juli am wenigsten in Leipzig. Im Monatsschnitt kostete der Liter hier 1,5246 Euro. Leipzig belegte damit zum vierten Mal nacheinander den Spitzenplatz in dieser Kategorie. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Bonn (1,5252 Euro) und Duisburg (1,5255 Euro). Bonn schaffte es damit zum 14. Mal nacheinander auf einen der drei vorderen Plätze. 

Am teuersten war Super E10 im Juli hingegen in Wuppertal. 1,5680 Euro zahlten Autofahrer hier im Schnitt. Damit wurde die Stadt zum siebenten Mal in Folge teuerste Dieseltankstadt der Republik. Auf den Rängen zwei und drei folgten wiederholt Hannover (1,5667 Euro) und Düsseldorf (1,5605 Euro). Für vier Tankfüllungen à 60 Liter Super E10 zahlten Autofahrer damit im teuren Wuppertal rund 376,32 Euro - und damit etwa 10,42 Euro mehr als in Leipzig.

Sieger im Vergleich der günstigsten Dieseltankstädte wurde im vergangenen Monat Bonn. 1,3583 Euro kostete hier im Monatsschnitt der Liter. Bonn erreichte damit zum 15. Mal nacheinander die Top drei in dieser Kategorie - elf Mal davon den ersten Platz. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Leipzig (1,3648 Euro) und Berlin (1,3729 Euro). Am meisten zahlten Dieselfahrer hingegen zum dritten Mal in Folge in Frankfurt am Main mit 1,4067 Euro pro Liter. D



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