Medigene AG: Präsentation von Expitope 3.0 auf der CIMT ermöglicht eine umfassendere Analyse von Zielantigenen für TCR-T-Therapien
Planegg/Martinsried (04.05.2023) -
Die Medigene AG (Medigene, FWB: MDG1, Prime Standard), ein immunonkologisches Plattformunternehmen, das sich auf die Erforschung und Entwicklung von T-Zell-Immuntherapien für solide Tumore konzentriert, präsentiert heute das Webtool Expitope 3.0 auf der 20. Jahrestagung der Gesellschaft für Krebsimmuntherapie (CIMT), die vom 3. bis 5. Mai 2023 in Mainz stattfindet.
Das Expitope Webtool entstammt einer langjährigen Kollaboration zwischen Medigene Immunotherapies GmbH und Prof. Dmitrij Frishman von der Fakultät für Bioinformatik und seinem Forschungsteam an der Technischen Universität München. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wird das umfangreiche Know-how im Bereich der Bioinformatik für die In-silico-Bewertung potenzieller Zielantigene für T-Zell-Rezeptor-modifizierte T-Zell- (TCR-T) Therapien zur Behandlung von soliden Tumoren eingesetzt. Das Webtool, das nun mit künstlicher Intelligenz gekoppelt ist, greift auf die umfangreichen und ständig wachsenden Daten über das menschliche Genom und Proteom verschiedener Tumore und gesunder Gewebe zurück. Dieses Webtool ermöglicht es Medigene, modernste In-Silico-Technologien einzusetzen, um ausgewählte Proteine und zugehörige Peptidepitope als geeignete Ziele für den Einsatz in TCR-T-Therapien für ausgewählte Krebsindikationen effizient zu untersuchen.
Das Poster und der Vortrag mit dem Titel "Expitope 3.0 - An Advanced in silico Webtool Empowered with Machine Learning for Enhanced pHLA Epitope Prediction and Safety Assessment" stellen die neueste, öffentlich verfügbare Version von Expitope 3.0 vor. Dabei handelt es sich um ein schnelleres und vollständig überarbeitetes Webtool, das im Mai/Juni 2023 auf den Markt kommen wird, um die Zielpeptid-HLA-Epitope (pHLA) in Antigenen zu identifizieren. Der Vergleich der Expression von pHLA-Epitopen in verschiedenen gesunden Geweben ermöglicht die Vorhersage potenzieller Kreuzreaktivität und Off-Target-Toxizität, wodurch Sicherheitsrisiken verringert werden.
Weitere Einzelheiten finden Sie auf dem Poster und in der Präsentation auf der Website von Medigene: medigene.de/wissenschaft/abstracts/
Expitope 3.0 ermöglicht seinen Nutzern die Identifizierung von pHLA-Epitopen, die geeignete Ziele für die TCR-Isolierung und die Vorhersage der pHLA-Bindungsaffinitäten sein könnten, sowie von verwandten Epitopen mit bis zu 50% Fehlpaarung für die Sicherheitsbewertung durch die Evaluierung ihrer Expressionsmuster in gesunden Geweben.
Expitope 3.0 enthält eine aktualisierte Datenbank, die zusätzlich nach einzigartigen Sequenzen auf Peptidom-/Transkriptomebene sucht und dadurch die Gesamtzahl der untersuchten Epitope vergrößert. Das Webtool nutzt maschinelles Lernen, um die Vorhersage der pHLA-Epitopbindung zu verbessern. Eine verbesserte Epitopvorhersage-Funktion bietet eine höhere Genauigkeit bei der Bestimmung der proteasomalen/immunoproteasomalen Abspaltung und Präsentation von Epitopen.
Zusammenfassend gesagt, ermöglicht Expitope 3.0 eine beschleunigte Analyse mit einer umfassenderen Datenbanksuche und einer höheren Vorhersagegenauigkeit von pHLA-Epitopen in Antigenen. Seine verbesserten Funktionen und Möglichkeiten machen es zu einem wertvollen Werkzeug für Forscher und Kliniker, die daran arbeiten, potenzielle Zielstrukturen für T-Zell-Therapien zu identifizieren und gleichzeitig die Sicherheitsrisiken zu minimieren.
"Die Auswahl von Antigenen und die Ermittlung der On- und Off-Target-Spezifität ist eine große Herausforderung bei der Entwicklung von TCR-T-Therapien. Um eine solche Auswahl zu treffen und die Off-Target-Toxizität zu verringern, ist die Identifizierung geeigneter Epitope der erste und wichtigste Schritt bei der Entwicklung von erstklassigen TCR-T-Therapien", sagte Dolores Schendel, Wissenschaftsvorstand der Medigene AG. " Im Rahmen unserer gemeinsamen Zusammenarbeit mit Prof. Frishman und seinem Forschungsteam ist Expitope 3.0 nun für uns verfügbar. Mit diesem schnelleren und vollständig überarbeiteten Webtool, das Informationen in stark erweiterter Form enthält, können wir nicht nur nach einzigartigen Sequenzen als potenzielle Ziele für T-Zell-Therapien suchen, sondern auch die Eigenschaften von Peptidinteraktionen mit HLA-Molekülen und deren Sicherheitsprofile in gesundem Gewebe vorhersagen. Der Einsatz dieses fortschrittlichen Tools verbessert das Verständnis des für die Entwicklung hochdifferenzierter TCR-T-Therapien erforderlichen Sicherheitsprofils, das den ungedeckten Bedarf von Patienten mit verschiedenen soliden Tumoren decken kann. Wir freuen uns, dass diese langjährige Zusammenarbeit die Entwicklung dieses erweiterten Webtools ermöglicht hat und damit diesen Anforderungen besser gerecht wird."
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