Clever Tanken: Super-E10-Preis im August auf Acht-Jahres-Hoch
* Auswertung von Clever Tanken zeigt: Super E10 im Schnitt rund 1 Cent pro Liter teurer, Diesel rund 0,3 Cent günstiger als im Juli
* Super E10 am günstigsten in Duisburg, Bonn und Mannheim
* Super E10 am teuersten in Wuppertal, Hannover und Düsseldorf
* Diesel am günstigsten in Bonn, Mannheim und Bielefeld
* Diesel am teuersten in Wuppertal, München und Köln
Nürnberg, 1. September 2021. Die Verbraucherpreise steigen weiter. Laut einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes hat die Inflationsrate im August gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,9 Prozent zugelegt. Das ist der höchste Wert seit Dezember 1993 (4,3 Prozent). Der Hauptpreistreiber: Die Energiekosten. Das spürten gerade Autofahrer bei ihren Stopps an der Zapfsäule sehr direkt. Nach Auswertung des Verbraucherinformationsdienstes Clever Tanken kostete der Liter Super E10 im August im bundesweiten Schnitt 1,5591 und damit rund 1 Cent mehr als im Juli. Zuletzt teurer war Super E10 vor acht Jahren im August 2013 gewesen. Damals hatte der Liter 1,5694 Euro gekostet. Dieselfahrer hingegen konnten im vergangenen Monat ein wenig durchatmen. Denn der Dieselpreis gab nach, wenn auch nur marginal. 1,3866 Euro kostete der Liter. Das waren rund 0,3 Cent weniger als im Juli. Steffen Bock, Gründer und Geschäftsführer von Clever Tanken: "Mehr als deutlich wird die Teuerung der Spritpreise beim Vergleich zum Vorjahresmonat. Denn Super E10 und Diesel kosteten im vergangenen Monat jeweils 31 Cent pro Liter mehr als im August 2020. Wie sich diese Situation in den kommenden Wochen weiterentwickelt, wird stark von der erneuten Ausbreitung des Coronavirus und seiner Varianten abhängen."
Hohe Spritkosten trotz fallendem Ölpreis
Schwache Konjunkturdaten führender Volkswirtschaften wie China, die Furcht der Anleger vor der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus, ein starker US-Dollar, der die Nachfrage nach in Dollar gehandeltem Rohöl von Inhabern anderer Währungen belastet, und die schwächelnde Nachfrage der Raffinerien wegen Stromausfällen und Überschwemmungen im US-Bundesstaat Louisiana nach dem Hurrikan "Ida": Gleich mehrere Faktoren haben dem Ölpreis im August zugesetzt. Die für Deutschland relevante Nordseeölsorte Brent kostete Anfang August noch rund 73 US-Dollar pro Barrel (159 Liter). Bis zum zweiten Drittel des Monats rutschte der Preis dann auf bis zu etwa 65 US-Dollar ab, kletterte bis Monatsende jedoch schnell wieder auf bis zu rund 73 US-Dollar. Dennoch: "Obwohl die Erdölpreise zeitweilig auf den tiefsten Stand seit Mitte Mai gefallen sind, spürten die Autofahrer hierzulande davon wenig. Denn der starke Urlaubsverkehr in den Sommerferien hat die ohnehin in den vergangenen Monaten kräftig steigende Kraftstoffnachfrage durch die Erholung der Wirtschaft zusätzlich angetrieben", sagt Steffen Bock.
Vier Tankfüllungen à 60 Liter Super E10 kosteten im August im Schnitt 374,18 Euro. Das waren rund 2,76 Euro mehr als im Juli und 50,83 Euro mehr als im Januar dieses Jahres sowie 74,90 Euro mehr als im Vorjahresmonat.
Dieselbe Menge Diesel kostete im Bundesschnitt rund 332,78 Euro - und damit etwa 0,62 Euro weniger als im Juli und 37,94 Euro mehr als im Januar dieses Jahres sowie rund 73,20 Euro mehr als im Vorjahresmonat.
Der Preisunterschied zwischen Super E10 und Diesel lag im August bei 0,1725 Euro pro Liter. Das ist der höchste Wert seit Oktober 2020 (0,1849 Euro). Gegenüber Juli (0,1584 Euro) hat sich die Benzin-Diesel-Schere somit um rund 1 Cent vergrößert.
Der günstigste Tanktag war für beide Kraftstoffsorten Dienstag, der 24. August. 1,5420 Euro kostete an diesem Tag der Liter Super E10 im bundesweiten Schnitt und 1,3710 Euro der Liter Diesel. Am teuersten hingegen waren Super E10 und Diesel am Sonntag, den 1. August, mit durchschnittlich 1,5710 Euro beziehungsweise 1,4040 Euro pro Liter.
Städteranking: Super E10 und Diesel in Wuppertal am teuersten
Der monatliche Clever-Tanken-Preisvergleich der 20 größten deutschen Städte zeigt: Für Super E10 zahlten Autofahrer im August am wenigsten in Duisburg. 1,5325 Euro kostete der Liter hier im Monatsschnitt. Auf den Plätzen zwei und drei im Ranking der günstigsten Super-E10-Tankstädte reihten sich Bonn (1,5384 Euro) und Mannheim (1,5437 Euro) ein. Folglich belegte Bonn zum 15. Mal nacheinander einen der drei Spitzenplätze.
Das Ranking der teuersten Tankstädte entschied hingegen Wuppertal für sich. 1,5804 Euro kostete der Liter Super E10 hier im Schnitt. Damit ist Wuppertal zum achten Mal nacheinander teuerste Super-E1