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25.12.2023, 15:23:26

CleanTech Lithium: Auf dem Weg zum Lithium-Produzenten

Lithium war das heißeste Metall der vergangenen Jahre. Aufgrund des Booms in der Elektroauto-Industrie konnten sich die Preise vervielfachen. Die erste Aufwärtswelle endete dann im vergangenen Jahr, als zunächst die Lithium-Preise in China ein Top bildeten und dann die Abwärtsfahrt begann. In der Folge mussten auch viele Aktien Kursverluste hinnehmen. Selbst die Papiere der großen Produzenten wie von Weltmarktführer Albemarle oder Verfolger SQM verloren zeitweise die Hälfte ihres Börsenwerts. Viele Analysten prognostizierten, dass der Markt heiß gelaufen sei. Dies galt allerdings eher an den Finanzmärkten als im tagtäglichen Geschäft der Anbieter. Vielmehr können die Lithium-Produzenten derzeit ihre Erträge dynamisch steigern. Albemarle beispielsweise erhöhte seinen Gewinn und den Umsatz im ersten Halbjahr 2023 um jeweils 60 Prozent.

M&A-Aktivitäten nehmen Fahrt auf

Dazu kommt, dass auch die Übernahmeaktivitäten in der Branche deutlich zugenommen haben. So hat Albemarle viermal eine Offerte für den australischen Lithium-Developer Liontown Resources abgegeben und erst beim letzten Mal die Zustimmung des Managements erhalten. SQM wiederum arbeitet an der Übernahme von Azure Minerals. Das Unternehmen hat das erste Angebot über rund 585 Mio. Dollar allerdings abgelehnt. Offenbar muss auch hier noch einmal nachgelegt werden. Daneben sorgte 2023 der geplante Zusammenschluss des australischen Bergbauunternehmens Allkem mit der nordamerikanischen Livent für Schlagzeilen. Im Mai gaben die Unternehmen die Fusion bekannt. Damit entsteht - nach der Zustimmung durch die Kartellbehörden und der Aktionäre - der drittgrößte Lithiumproduzent der Welt. Einen neuen Namen für das Unternehmen gibt es bislang nicht. Aber das fusionierte Unternehmen wird Assets auf drei Kontinenten betreiben. Noch aktiver als die westlichen Konzerne sind die chinesischen Unternehmen auf der Suche nach attraktiven Lithium-Vorkommen. Wie eine Untersuchung von S&P Global zeigte, gingen die Hälfte aller Übernahmen seit dem Jahr 2018 auf das Konto von Firmen aus dem Reich der Mitte.

Auch die Bergbauriesen steigen ins Lithium-Geschäft ein

Neben Batterie- und Autokonzernen mischen inzwischen auch klassische Bergbaufirmen im Lithiummarkt mit. So wollen auch BHP und Rio Tinto ins Lithium-Geschäft einsteigen und haben bereits Vorkommen gekauft. Nicht zuletzt sorgten auch Medienberichte über einen Einstieg von Exxon, dem größten Ölkonzern der Welt, für Gesprächsstoff. Offenbar will auch dieses Unternehmen ein Stück vom Lithium-Kuchen abbekommen.

Autokonzerne lechzen nach Offtake-Vereinbarungen

Neben den M&A-Aktivitäten spielen weiterhin sogenannte Offtake-Vereinbarungen eine große Rolle in der Branche. Dabei wird - vereinfacht gesprochen - ein Teil der künftigen Produktion vorab verkauft, um mit den Einnahmen die Finanzierung des Baus eines Lithiumbetriebs zu stemmen. Das ist insbesondere mit Blick auf die aktuelle Zinsentwicklung relevant, da hier oft mehrere hundert Million Dollar nötig sind. Eine reine Kreditfinanzierung wäre in diesem Marktumfeld kaum möglich oder extrem teuer. Livent beispielsweise hat gleich drei Offtake-Vereinbarungen für seine diversen Lithium-Projekte mit Auto- und Batteriekonzernen geschlossen. Den größten Deal im ersten Halbjahr 2023 aber meldete Lithium Americas. In deren Thacker Pass-Projekt in Nevade investiert der Autoriese General Motors gleich 650 Mio. US-Dollar. Dabei hat Lithium Americas gerade erst mit dem Bau des Betriebs im Südwesten der USA begonnen.

Boom bei Elektroautos hält Lithium-Nachfrage hoch

Dieses Jahr dürften etwa 700.000 Tonnen batteriefähiges Lithium weltweit produziert werden. Die Analysten prognostizieren ein steiles Wachstum in den kommenden Jahren aufgrund der Nachfrage aus der Auto- und Batterieindustrie. So gehen die Analysten von Goldman Sachs davon aus, dass der Markt spätestens im Jahr 2025 auf einen Engpass zusteuern könnte. Im vergangenen Jahr betrug der Marktanteil von batteriebetriebenen Fahrzeugen bei Neuzulassungen weltweit bereits rund 14 Prozent. Das ist ein Anstieg um mehr als 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bis 2030 soll dieser laut der Internationalen Energieagentur (IEA) auf rund ein Drittel steigen. Die IEA geht davon aus, dass im laufenden Jahr bereits 18 Prozent aller Neuwagen Elektroautos sein werden. Besonders dynamisch ist das Wachstum wiederum in China, dem mit Abstand größten Automarkt der Welt. Im Reich der Mitte könnte schon vor dem offiziellen Ziel im Jahr 2025 der Anteil an den neu zugelassenen Autos die 50 Prozent-Marke erreichen.

USA: Förderprogramm gibt den E-Autos neuen Schub

So weit ist man in Europa und Nordamerika noch nicht. Doch auch hier ist das Wachstum beeindruckend. Dabei dürfte es in den USA aber nun deutlich schneller vorangehen. Von besonderer Bedeutung ist dabei der Inflation Reduction Act (IRA) der Regierung Biden. So wird künftig jedes verkaufte Elektroauto mit bis zu 7.500 US-Dollar gefördert, wenn es in den USA zusammengebaut wird und die verbauten Rohstoffe aus dem Inland oder einem befreundeten Land mit einem Freihandelsabkommen stammen, wie beispielsweise Kanada, Mexiko oder Chile. Somit hat diese Fahrzeugklasse nun einen weiteren Vorteil gegenüber Autos mit Verbrennungsmotoren.

Weltmarktführer Albemarle sieht langfristig hohe Lithium-Preise

Auch in der Lithium-Industrie selbst ist man sehr entspannt, wenn es um die Nachfrageaussichten geht. Bezeichnend hierfür war die Präsentation durch Albemarle am Jahresanfang 2023. Der Konzern aus Charlotte im US-Bundesstaat North Caroline ist das führende Unternehmen in diesem Markt und hat seine Langfristprognosen angehoben. Allein in diesem Jahr will Albemarle mindestens 130.000 Tonnen an Lithiumäquivalent produzieren. Vor Kunden können sich die US-Amerikaner kaum retten. CEO Eric Norris teilte mit, dass man künftig selektiver seine Kunden aussuchen werde. Zudem strebe man länger laufende Verträge mit den Abnehmern an. Und nicht zuletzt werde man künftig auf variable Preise bei den Verträgen setzen.

CleanTech Lithium: Starke Position mit vier Projekten in Chile

Die Reihe an neuen Deals in der Branche und der sich stabilisierende Lithiumpreis haben zuletzt auch für die Wende bzw. ein Ende des Abwärtstrends bei den Aktien gesorgt. Zu den aussichtsreichsten Titeln im Markt zählt CleanTech Lithium. Das Unternehmen aus dem Vereinigten Königreich hat sich dabei eine starke Position in Chile gesichert. Der Andenstaat ist heute hinter Australien die Nummer zwei bei der Förderung von Lithium, aber die Nummer eins bei den Reserven. CleanTech Lithium hat gleich vier Lithium-Projekte im Norden des Landes, wovon Laguna Verde und Fransisco Basin besonders im Fokus stehen. Dazu kommen Llamar und Salar de Atacama.

Produktionsstart für 2026 geplant

Dabei ist Laguna Verde das am weitesten entwickelte Projekt. Das Ziel des Managements um den chilenischen CEO Aldo Boitano ist es, im Jahr 2026 die Produktion dort aufzunehmen. Das Projekt umfasst einen hypersalinen See - ein sogenannter Salar - mit einer Fläche von rund 217 Quadratkilometern. Laguna Verde hat bereits eine JORC-konforme Ressourcenschätzung vorgelegt, die 1,8 Mio. Tonnen Lithiumkarbonat-Äquivalent (LCE) Mio. Tonnen mit durchschnittlich 200 mg/L umfasst. Dabei befindet sich die Mehrheit der Ressource bereits in der höheren Kategorie measured & indicated. Diese ist ausschlaggebend für die in Arbeit befindliche Machbarkeitsstudie für das Vorkommen. Parallel arbeitet das Unternehmen aber daran, die Exploration voranzutreiben und so die Ressource weiter zu vergrößern.

CleanTech Lithium: Scoping-Studie zeigt das Potenzial des Hauptprojekts

Wie groß das wirtschaftliche Potenzial ist, zeigt bereits die von CleanTech Lithium vorgelegte Scoping-Studie. Diese macht deutlich, dass aus Laguna Verde ein bedeutender Produzent von Lithium werden kann, der das Material zudem in Batteriequalität liefern kann. Angenommen wird dabei eine Jahresproduktion von 20.000 Tonnen Lithium über einen Zeitraum von 30 Jahren. Die kumulierten Cashflows liegen dann bei 6,3 Mrd. US-Dollar bei unterstellten Produktionskosten von 3.875 US-Dollar je Tonne. Der Net Present Value (Nettoinventarwert) von Laguna Verde kommt auf stattliche 1,83 Mrd. US-Dollar - nach Steuern und Royalties sowie bei einer Diskontierungsrate von 8 Prozent. Der IRR beträgt stolze 45,1 Prozent, die Payback-Zeit gerade einmal ein Jahr und acht Monate.

Auch zweites Projekt Francisco Basin bietet Chance auf Abbaubetrieb

CleanTech Lithium hat zudem auch schon die erste Scoping Studie für sein zweites Lithium-Projekt Francisco Basin vorgelegt. Demnach ist hier eine Produktion von ebenfalls 20.000 Tonnen Lithiumkarbonat (LCE) pro Jahr über einen Zeitrraum von 12 Jahren möglich. Zudem überzeugt das Projekt mit attraktiven wirtschaftlichen Kennzahlen. Hier könnte der Betrieb im Jahr 2027 starten. Grundlage für diese Annahme ist die angezeigte Ressource. Diese nach dem australischen Standard JORC erstellte Ressource kommt auf 0,92 Mio. Tonnen LCE und wurde mit dem jüngsten Update um 74 Prozent vergrößert. Aus der angenommenen Produktion von 20.000 Tonnen pro Jahr ergibt sich nach Steuern und Lizenzgebühren ein kumulierter Netto-Cashflow von 2,5 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Vielfachen des aktuellen Börsenwerts des gesamten Unternehmens. Zudem liegt man bei den Betriebskosten mit 3.641 US-Dollar pro Tonne Lithiumkarbonat im unteren Bereich der Branche. Allerdings müssen insgesamt rund 450 Mio. US-Dollar auf Francisco Basin investiert werden, um die Produktion aufzubauen. Attraktiv bleibt das Projekt dennoch: Der Nettoinventarwert (NPV, Net Present Value) kommt laut Scoping Studie auf stolze 1,1 Milliarden US-Dollar. Unterstellt wurde dabei ein Abzinsungsf



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